Bildungspolitisches Handeln

Pressemitteilung
Berlin 09.01.2022


Bildungspolitik muss im Sinne der Schulgemeinschaften rasch handeln Mickmann: „Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland und muss Instrumentarien anwenden!“

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung Landesverband Berlin e. V. (BvLB Berlin) fordert die Kultusminister und Ministerpräsidenten auf, die zur Verfügung stehenden Instrumentarien anzu­wenden, um den Präsenzunterricht in der Coronazeit an den beruflichen Schulen zu gewährleisten.

Der stellvertretende Landesvorsitzende und Pressesprecher des BvLB Berlin Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann appelliert an die politischen Entscheidungsträger, nicht allein die „AHA-L-Regeln“ zu favori­sieren. Sämtliche zur Verfügung stehenden u. a. vom Expertenrat vorgeschlagenen Möglichkeiten sind auszuschöpfen, um die beruflichen Schulen nach zwei Jahren „endlich zu einem sicheren und zugleich technisch zukunftsfähigen Ort zu entwickeln". 

Drohende Schulschließungen kämen einem Versagen der Politik gleich und können zum aktuellen Zeit­punkt verhindert werden. „Hierzu bedarf es jedoch keinem blinden Aktionismus, sondern einer kompe­tenten konzertierten Aktion“, so BvLB-Pressesprecher Mickmann.

Gemäß dem BvLB Berlin zählen beispielhaft Luftfilter in allen Klassenräumen, FFP2-Masken für alle Schülerinnen und Schüler sowie alle an Schule tätigen Personen, konsequente Quarantäneregeln, Impfbusse auf den Schulhöfen und dem lokalen Infektionsgeschehen folgende Modelle für Distanz- und Präsenzunterricht zum akut notwendigen bildungspolitischen Instrumentarium in der derzeitigen pandemischen Situation.
Der BvLB Berlin vertritt die Ansicht, dass die Gefahr für eine Erkrankung in den nächsten Wochen wei­terhin hoch ist. Daran ändert auch die von Epidemiologen festgestellte weniger ansteckende Omikron-Variante nichts. „Die Angst der Menschen vor der Pandemie kann in der nächsten Zeit verfliegen, weil das Virus of­fenbar nicht mehr so gefährlich erscheint. Wenn immer mehr Kolleginnen und Kollegen in Folge von Impfdurchbrüchen erkranken, stoßen die beruflichen Schulen an ihre Funktionsgrenzen. Umso mehr ist jetzt das bildungspolitische Handeln vonnöten“, fordert Pressesprecher Mickmann.

Der BvLB Berlin warnt vor dem Kollabieren des schulischen Systems, weil in Folge des weiterhin auf Sicht Fahrens der Politik Unterricht nicht mehr erteilt werden könne. Der Präsenzunterricht ist für die berufliche Bildung elementar. Auf Dauer kann dieser nicht durch reinen Distanzunterricht ersetzt

Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB Landesverband Berlin
Pressesprecher


pdf BvLB_PM_2022_02-Bildungspolitisches-Handeln
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Corona-Sonderzahlung für beamte Lehrkräfte

Pressemitteilung
Berlin 06.01.2022


Bildungssenatorin hat alle Berliner Lehrkräfte in den Blick zu nehmen Mickmann: „Keine Geringschätzung der Beamten - Corona-Sonderzahlung auch für die Beamten!“

Seit dem 21. Dezember 2021 befindet sich Astrid-Sabine Busse (SPD) im Amt der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. Lange forderte der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung, Landesverband Berlin e. V. (BvLB Berlin) die Verbeamtung der Lehrkräfte an den Beruflichen Schulen. Dieses Vorhaben wird offenbar in dieser Legislaturperiode von der neuen Senatorin aktiv vorangetrieben.

Wir unterstützen Frau Busse bei der Durchsetzung der Verbeamtung der Berliner Lehrkräfte. Darüber hinaus fordern wir die Senatorin auf, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit beiden Augen zu betrachten. Die Corona-Sonderzahlung ist ebenso den Beamtinnen und Beamten zu gewähren. Diese leisten gleichermaßen zusätzliche Arbeit und sehen sich gesundheitlichen Risiken gegenüber“, wendet sich Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB Berlin an die neue Senatorin Busse.

Zur Anerkennung der geleisteten Mehrarbeit und vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Herausforderungen ermöglicht die Bundesregierung Arbeitgebern, ihren Arbeitnehmern eine Prämie von insgesamt 1.500 Euro steuer- und beitragsfrei auszuzahlen. Diese anerkennende und motivierende Auszahlung wird den Arbeitgebern noch bis März 2022 laut Paragraf 3 Nummer 11a Einkommensteuergesetz gewährt.

Der Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder vom 29. November 2021 legt eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro für die angestellten Lehrkräfte fest. Für die verbeamteten Lehrkräfte fehlt aktuell eine gesetzliche Grundlage, um die Sonderzahlung den Beamtinnen und Beamten zu bewilligen. Den Berliner Angestellten wird die Sonderzahlung bis spätestens März 2022 überwiesen.

Der BvLB Berlin verlangt vom Senat, unverzüglich die Ergebnisse des Tarifvertrages vom 29.11.2021 vollumfänglich auf die Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin zu übertragen. Eine Ungleichbehandlung der Beamten gegenüber den Angestellten geringschätzt die Leistungen der verbeamteten Lehrkräfte“, fordert BvLB-Pressesprecher Mickmann.


Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB Landesverband Berlin
Pressesprecher


pdf BvLB_PM_2022_01-Corona-Sonderzahlung
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